Salz, Salz, Salz

L1060232Gestern haben wir nach dem Off-Road-Trip einige Wartungsarbeiten an Tilly und insbesondere Towanda durchführen müssen, sind daher einen Tag länger in Uyuni geblieben.

Tilly wurde von innen und außen gründlich von dem durchdringlichen Staub des Altiplano bereinigt – die dringenden Säuberungen des Luftfilter durchgeführt Beide haben nur noch mit stottern gestartet. Aber viel mehr Gedanken hat uns das Heck von Towanda gemacht – eine einzige Wackelei, die nicht mehr das Rücklicht oder Kennzeichen halten würde auf weiteren Straße Boliviens. Hm… letztendlich aus einen hiesigen Kehrblech und aus einem weiteren Blech von einem Metalmöbelhersteller durch Dieter handgefertigt – nie wieder kaputtbar – schätzen wir jetzt  – Nummernschild fertig!!! (Die letzte Polizeikontrolle bin ich nur mit einem netten Gruß ohne N-Schild durchgefahren – vielleicht klappt das aber nicht immer).

Dann ging es los! Etwa 84km zur Isla Incahuasi sollte es gehen. Nach 20km waren wir auf dem See. Es ist ein sehr komisches Gefühl auf einer glatten, glitzernden Fläche zu Fahren – daher: erstmal Fuß runter – total rauh!!! Demnach benötigt es kein Zögern beim Gas geben. Der See sieht aus wie aus vielen, vielen Sechsecken zusammengesetzt, deren Rand etwas vorsteht. Es gibt Pisten die befahrbar sind – den restlichen Flächen ist eher abzuraten – kann schon mal brechen und ein Fahrzeug aus Salzwasser rausholen.. kein Spass.

Die Insel ist echt beeindruckend, durch einerseits Algengestein und den Mengen an Kakteen! Der Salar de Uyuni war ja einst mal Meer – und ist die größte Salzfläche der Welt.  Der “Chott el Jerid” den wir aus Tunesien kennen, ist wesentlich kleiner und matschiger – der Salar ist hart.

Wir mussten spontan eine Pause:  halben Tag schlafen in Uyuni einlegen, da uns über Nacht der berühmte bolivianische Magendarmvirus erreichte. Einigermaßen wiederhergestellt sind wir am nächsten morgen in die heimliche Hauptstadt: Potosí losgefahren. Die Strecke dahin war sehr abwechslungsreich. Towanda und ich haben das Tilly-Dieter Taxi genommen, da es hieß, das es eine geradeaus Strecke nur auf Teer werden würde. Letzteres stimmte – Teer – einige der wenigen Straßen in Bolivien auf Teer – ansonsten eigentlich viele Gegend, Kurven und einheimische ….. Lama´s überall….

Dann in Postosí: eine sehr lebhafte Stadt, der Silberabbau der Spanier in der Kolonialzeit hat viele, viele Prachtbauten hervorgebracht. Der Reichtum ist allerdings mittlerweile Vergangenheit.

Die Fahrt nach Oruro war auf der bolivianischen Karte ein langer gerader Strich – man könnte denken: nur geradeaus. Doch! Wahrscheinlich haben sie nur gedacht – so viele Kurven zu malen macht keinen Sinn, ist im großen Ganzen ist´s dann eh gerade. Für Tilly aber doch ein Ding, da es auch dauernd zwischen 3800m und 4200m Höhe auf und ab ging.  Phantastische Landschaften “flogen” nicht wirklich an und vorbei – sie zogen halt.

Wir sind durch ehemaliges Inka-Land gefahren. Überall waren die Berge und “Wiesen” ob auf 4200m Höhe oder niedriger mir Steinmauern versehen. Historische Überbleibsel. Was für eine Arbeit in der Höhe! Und durchdacht! Die Felder oder Gebiete waren meist welche die über Wasser, also grün, oder andere nutzbare Eigenschaften versehen waren. Nur noch wenige haben wir gesehen, die noch entsprechend genutzt werden. Die letzten 100km nach Oruro lagen auf einer Ebene von 3200m Höhe und werden nicht nur von Lamas genutzt, sondern auch durch Schafe und Rindern, was erstaunlich ist bei der Höhe (Planzen wachsen ja nicht so schnell nach) und auch durch Kartoffelanpflanzungen, etc.

Oruro selbst finde ich noch viel lebendiger als Potosí, viele, viele geschäftige Menschen unterwegs. Ich habe gleich zwei wundervolle Plätze entdeckt.

6 Kommentare zu „Salz, Salz, Salz

  1. Wow, was für spannende Erlebnisse und super tolle Fotos!!! Mal fragen, ob mir meine Chefin frei gibt für meine große Tour… 😉 Hier regnet es den ganzen Tag… ein Samstag zum Faulenzen und Fotos schauen…

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  2. Hallo Katrin, tolles Foto von Dir mit Motorrad und Salzsee! La Paz hört sich ja sehr aufregend an, mit den Figuren an den Straßenlaternen … Wenn man da mal falsch in Verdacht gerät war es halt Pech …
    Weiter gute Fahrt und viel Spaß!

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