Die Mischung macht´s…

IMG_20180108_114136Uns wurde die Stadt Mina Clavero wärmstens empfohlen, sehr schön  – vergleichbar mit Städtchen in Südfrankreich. Es liegt auf dem Weg, einen empfohlenen Campground haben wir auch entdeckt. Ja, dann schauen wir uns das doch mal an, oder? So können die Einschätzungen auseinander liegen. Die Fahrt war wunderschön, kleine Ortschaften entlang der Bergkette, die ein ganz besonderes Wolkenbild zeigte sich gerade an diesem Morgen. Die Wolken drückten sich von oben in die über die Bergkuppen herunter. Interessant, es sah aus als würden sie sich über die Berge schleichen wollen. Dann in Mina Clavero – Kulturschock. Durch die Stadt fliesst ein recht sauberer Fluss, so dass sie zu Argentiniens dritt-besten Inlands-Urlaubsziel wird. Wir haben gerade Hochsommer und seit Anfang des Jahres Hauptferienzeit. Der Bär tobt. Unser Eindruck ist: so stellen wir uns Benidorm in Spanien zur Hauptzeit, nur ohne Meer mit einem Fluss vor. Beeindruckend aber schön ist anders. Wenige Eindrücke haben sich vor meine Linse gedrängt…

Also keine Zeit verschwenden. Der Plan ist sowieso mal sehen… Wie es sich ergibt noch das Naturschutzgebiet Quebrada del Condorito anzusehen. Es liegt auf der Strecke auf der Hälfte des Passes nach Villa Carlos Paz – also kurz nach dem höchsten Punkt bei ca. 2000m Höhe. Der Pass war ein Traum für Mopedfahrerinnen, Top Aussichten, viele, viele Kurven, es wurde dann auch mal wieder was frischer. Am Eingang zum National Park trafen sich Towanda und Tilly wieder und wir entschieden uns in den Park zu fahren. Es war so schön dort, dass wir geparkt und unsere Wanderschuhe angezogen haben. 12km Wanderung mit tollen Aussichten, weil es am Hang entlang ging, konnten wir  bis zu dem ca. 80 km entfernten Cordoba, nach Villa Carlos Paz unserem nächsten Ziel und die Sierra de Cordoba schauen. Dann noch die Landschaft der Hochebene, und tiefe Schluchten und zum Schluss die fliegenden Condore. Phantastisch. Wir sind im Park geblieben, haben eine unglaublich ruhige Nacht inmitten der Natur, in der Höhe von 2000m bei ca. 8 Grad verbracht. So ganz anders als am Abend davor.

Weitere Pässe brachten uns dann nach Villa Carlos Paz. Mal ehrlich: ganz so wie Mina Clavero – nur größer und es gab mal einen funktionierenden Geldautomaten – auch nicht so oft in Argentinien.  Hm. Wir suchen uns eine Unterkunft, da von hier aus der Weg für übernächste Woche zum Flughafen nach Cordoba einfacher sein wird und Tilly und Towanda sicher sein sollen. Nach ein bißchen Aktion haben wir dann auch wieder was nettes gefunden. Wir sind wieder wohlgelaunt. Alles wieder gut, aber: schön ist ….
Noch ein Tip: wenn man nicht “mitten in der Nacht” geweckt werden will, sollte man sich nicht unter dem Nest eines Vogels mit dem Namen: Loro Hablador – auf deutsch: “Schwätzer” stellen…

Am morgen, als noch alle am Aufwachen sind, der Strand leer ist, gab es noch einen schönen Blick auf den See und  die Stadt. Nach der kleinen Rundtour haben wir uns auf gemacht nach Alta Garcia, hier wollen wir das Ché Museum ansehen, denn erst ist in Alta Garcia aufgewachsen, wegen seiner Atembeschwerden, wirkte wohl das Klima recht gut. Das Wohnhaus ist nett zu einem Museum hergerichtet. Auch die Stadt Alta Garcia ist sehr nett und ruhig, gefällt uns gut. Hier gibt es noch eine der Jesuiten Enstancien zu besichtigen, die die Gegend um Cordoba prägen. Nach ein paar ruhigen Stunden in der Stadt und einem dicken, fetten Eis,  machen wir uns wieder auf den Weg in die Berge Richtung La Falda. Es war eine Odyssee bei 37Grad getucker, einen Camp zu finden, aber der letzte, bei dem ich schon sagen wollte, weiter fahre ich nicht mehr… war toll! Grün, ruhig, am See mit perfekten Banos, zwar im Nirwana – aber herrlich. Von hier aus können wir auch weitere Ausfahrten starten. Schee!

Der kleine Ort Villa Giardino hat auch alles was man so braucht und dazu noch einen Circuito Religioso. Es ist ja nun kein Geheimnis, dass in Südamerika der katholische Glauben sehr verbreitet ist. Der Ort 3 Kapellen aus den unterschiedlichen Zeitarltern, eine “Gruta de Lourdes y Via Crucis” und noch eine Kirche. Uns wurde insbesondere die ”Capilla nuestra Senora de la Merced”, der koloniale Friedhof und die Gruta und eine Alte Mühle zum Anschauen empfohlen.  Die Gruta liegt auf dem nahegelegenen Hügel, so dass wir von oben eine tolle Aussicht über die Bergkette und die anschliessende Campa hatten. Villa Giardino  ist trotz der Urlaubszeit nicht überlaufen daher geniessen wir den Ort sehr.

Das nahe gelegene La Cumbre hat einen ähnlich schönen Charme, schon etwas weiter wieder gegen Norden, wird der Wald mit Palmen durchmischt, es wird wieder trockener, dies kann man ab Capilla del Monte beobachten. Dieser Ort hat sowohl die angrenzenden Berge, wieder um 2000m Höhe und einen Stausee, das macht Capilla wieder zu einer Tourismus Attraktion. Unter Ufo-Fans hat der Ort Weltruhm erlangt – man meint oben auf dem mystischen Cerro Uritorco mit Außerirdischen Kontakt aufnehmen zu können. Dies noch gepaart mit einem hohem Halbedelstein Aufkommen und der Ausrichtung auf ein großes Angebot von esoterischen Dienstleistungen und Produkten ergibt den besonderen Flaire des Ortes. In den Bergen gibt es wohl eine große Anzahl von weiteren schönen ausgiebigen Treckingpfaden zu Wasserfällen. Aber bei dem Temperaturen eher nichts für uns.  Großer Trubel, nett anzuschauen.

Ja und nach ein paar Tagen, noch am Abend den Grill anwerfen in netter Gesellschaft Schwätzchen halten, dann zieht es uns mal wieder weiter…. Wir wollen uns  noch Cordoba ansehen.

Cordoba hat ca. 1,5 Mio. Einwohner, wurde 1573nach andalusischen Vorbild gegründet, verfügt über viele Kolonialbauten und durch die Universität eine junges Leben und modernen Bauten . Allein der Plaza Martin ist einer der schöneren Sadtplätze die wir gesehen haben. Ich fand die Iglesia des Sagrado Corazon de los Padres Capuchinos mit dem aus buntem Stein gebauten Turm das Schönste.  Da es in der Nacht wieder einen erfrischenden Regen gegeben hat, sind wir morgens bei angenehmen 23 Grad mit dem Colectivo-Bus in Cordoba angekommen und konnten bei perfekten Temperaturen  durch die Stadt schlendern. Schon Nachmittags waren es wieder gut 35 Grad. Aber ohnehin wieder Zeit sich wieder mit einem Eis in der Hand auf den Weg zurück zu machen.

 

5 Kommentare zu „Die Mischung macht´s…

  1. Wieder ein toller Bericht und super Fotos !
    Vlt. mit Towanda ein paar KM die Dakar-Strecke nachfahren sozusagen als Fast-Teilnehmerin wäre lustig :-))

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