Valparaiso! Die Stadt der Farben und Aufzüge

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Wir machen es uns einfach und fahren nicht direkt in die Stadt Valparaiso oder Vina del Mar, sondern suchen uns einen schönen Platz weiter draußen im Land und fahren lieber mit Bus und Metro in die Stadt. Der Platz liegt in einer schönen Kleinstadt Limache und ermöglicht uns noch ein paar Erledigungen zu machen. Die Reifen von Towanda sind allmählich am Limit. Die Sand- und Schotterstrassen waren schon komisch mit wenig Gripp zu fahren. Jetzt hat sie Dank super netter Hilfe einer “Vulca” (Vulanisacion – hier werden wohl viele Reifen gewechselt, erneuert, repariert und auch Gebrauchtreifen verwendet, Vulca´s gibt es ziemlich viele) die wirklich noch Reifen für Speichenfelgen wechseln, für wenig Geld wieder neue Joggingschuhe. Gegessen haben wir mittags im Casino de los Bomberos (Feuerwehr) super lecker Cosina de la  Casa und eine schöne neue Erfahrung. Es gab wieder mal leckeres was mir vorher nicht bekannt war. (Charquican – Kartoffeln, Gemüse und Hackfleisch mit Spiegelei). Da fällt mir ja noch ein! Es gibt tatsächlich in Peru und Chile fast nur: NESCAFE! Cafe aus Pulver! Baeh! Wer hätte das geglaubt! Und Kaffeepulver zu bekommen bedarf viel Geld (im Verhältnis) und Suche!

 

Mit Bus und Metro ging es in einer Fahrt durch schöne Landschaft und Sicht auf Vororte und viel Leben nach Valparaiso. Wir haben uns die Füße platt gelaufen, in der Oberstadt mal wieder lecker – toller mit Aussicht  – gegessen und die vielen, vielen Eindrücke auf uns wirken lassen. Die Stadt hat sehr, sehr viele Wandbilder, die echt beeindruckend sind, alte Häuser die teilweise abenteuerlich am Hang gebaut sind und viel kunterbuntes Leben.

 

Die untere Alt-Stadt wird mit dem oberen Teil über massenweise Teppen (bergab schön) und Zahnrad-Aufzüge verbunden – die einen in einem guten und die anderen in Zustand mit mehr oder weniger Handlungsbedarf. Zum Ausprobieren haben wir einen eher gut gepflegten ausgesucht. Wirklich schön! Für mich überraschend der recht geringe Tourismus. Aber das geht uns eigentlich überall so. Die meisten Sehenswürdigkeiten haben wir für uns – wenig Trubel und auch anders als man es vielleicht in Europa gewöhnt ist, mit den massenweisen Merge-Produkten – Nö!

 

Am Abend haben wir – der Bus fährt ohnehin da vorbei – noch nach Olmué – dem Ort ab dem es in den Parc National de Campana geht. Lustiger keiner Ort mit viel Leben. Echt nett! Den Park National werden wir noch zu Fuß erkunden wollen, aber vorher würde ich gerne noch eine “Cabalgata” eine Reittour durch die Campana machen. Durch Schilder am Baum habe ich sogar Kontakt bekommen und habe ein paar tolle Stunden auf dem Rücken eines klasse Pferdes in den Bergen gehabt. Sowohl die Reittechniken, Zaum und Sattel sind zu unseren ziemlich unterschiedlich. Diesmal war glücklicherweise der Sattel mit einem Schaffell gepolstert. Wow, war das toll, viel Spass beim Reiten auf schmalen Pfaden bergauf und bergab, am Hang entlang und mit phantastischen Aussichten!

 

Für den letzten Tag in Chile haben wir uns eine Wanderung im nahegelegenen Parque Nacional La Campana überlegt. Wir können mit einmal Umsteigen mit dem Bus hinfahren und uns dort interessante Berggegend per Fuss ansehen. Bei 33 Grad ist eine schattige Wanderung  – allerdings wieder mit 600 Meter Höhenunterschied in 4,3 km  – auch noch anstrengend. Die Absicht war aber möglichst die heißesten Stunden zu umgehen. Das ist uns ach fast gelungen.

Heute Abend werden wir noch möglichst alles Obst und Frisches vertilgen, denn das wird uns bestimmt morgen ansosnten an der Grenze nach Argentinien wieder abgenommen. Es geht über Los Andes über 3300m Pass und Tunnel nach Upspalata, Argentinien. Pass heißt hier übrigens… nicht son pillepalle wie wir es kennen. Beim Letzten ging innerhalb von 10km 500m hoch und diese dann wieder runter. Glaube sowas haben wir nicht. Das ist schon ein Kurvengedöns und Bremsentest! Also gibt es wieder Spass. Da es allerdings eine LKW Transit-Strecke ist, geht Towanda wieder Huckepack bei Tilly mit.

Adios Chile! Adios Pazific und erst einmal bis Montevideo auch:  adios Meer! Wir sind gespannt auf Upspalata, Mendoza und was Argentinien noch so bringt.

3 Kommentare zu „Valparaiso! Die Stadt der Farben und Aufzüge

  1. Juhu!!! Beneidenswert!!! Heiligabend bei 30 Grad am Pool ohne Touriquatsch, vorher durch die wunderschöne Landschaft laufen… das muss das Paradies sein!!! Danke für die tollen Bilder!!!!

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  2. Wieder ein ganz toller Bericht und Fotos. Herrlich. Sehr kurzweilig.
    Nach hoffentlich gut überstandenen Weihnachtsfeiertagen eine gute Fahrt ins neue Jahr ! 🙂

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