Von La Paz zum Titikaka See

Ohjemieh La Paz! Es besteht aus 2 Städten die etwa 7 Mio. Einwohner haben. Die Fahrt dahin war schon Hammer! Morgens in Oruro haben wir erstmal Tilly nur durch Abladen von Towanda aus der “Tiefgarage” gekommen. Die Ausfahrt / Einfahrt war so steil, dass wir mit dem Träger aufgesetzt sind und Tilly nicht genug Puste hatte. Aber ist ja ein Thema, halt mal Abladen. Dann die Anfahrt zu unserem Camp…. Innerhalb von 12 km ginge es ca. 1000m von “Alto” der einen Stadt (hochgelegen) zu unserem Zielort einen Stadtteil von La Paz innerhalb von 12 km runter. Aber… schön ist anders. Wir haben uns weitere Erlebnisse erspart – vielleicht ein Frevel die Seilbahn nicht probiert zu haben, aber das machen bestimmt andere für uns mit.

Als wir dann am nächsten Morgen zum Titikaka See aufgebrochen sind, hieß es: 25km durch Alto durch. Das war wie folgende Aufgabe: Fahre durch Berlin 25km in der Hauptverkehrszeit, aber NUR Rückwärts! Der Heckträger ist durch einen Taxifahrer nun auf dem rechten Augenblind. Rums! Ich glaube das Taxi hat ne Beule von irgendeinem Mopedhandschuh…. Cool manchmal nen Helm aufzuhaben mit Sonnenbrille und Protektoren Jacke…. Nach 2 Stunden waren wir durch. In einigen Gegenden in Alto und La Paz, woanders habe ich das noch nicht gesehen, hängen ausgestopfte Arbeitsoveralle an den Laternenpfählen. Dies soll ein Zeichen für Diebe für aktive Nachbarschaftshilfe sein. Diese ist oft schneller als die Polizei und endet wohl oft final oder mit erheblichen körperlichen Beeinträchtigungen, bei dem vermeintlichen Dieb.

Aber auch geschafft, dann mal Päuschen mit super lecker Happa und auf in Richtung Copacabana  – am Titikaka See –  verbunden mit einer tollen Mopedstrecke, die Sicht auf grüne Felder und Berge, dabei ein toller Eucalyptusgeruch von riesigen alten Bäumen in  der Nase. Ein echtes Erlebnis war auch die Überfahrt auf die Halbinsel Copacabana mit Holzbooten mit Außenmotorantrieb – bestimmt würden die nicht TÜV abgenommen werden!! Schwankte ein “wenig” aber klappte super!

Anschließend ein echtes Mopedstrecken-Highlight! Paarundvierzig Kilometer Küsten und Auf-ab-Kurven – genial!! Unser Camp – ein super, super schöner Platz, welch ein Glück!!! Jippeh!!!

Da war doch am Strand von Copacabana BOLIVIEN! Ein Caballero mit Caballo`s! Hm! Ich ein ein paar Diskussionen haben wir einen Trip mit 2 Caballo´s (er eins / ich eins) zu dem Inka Observatorium, Mine und den Bergen – 2,5 Std ausgemacht. Jippeh! Er hat mir ein tolles Pferd – Peruranisches Laufpferd (Paso) mitgebracht. Die Pferde laufen anders und sind recht quirlig. Der Sattel allerdings ist glaube ich aus Holz,  mit leichtem Lederüberzug – bequem ist anders – das Pferd hat eine Decke…  Unglaublich wie die Pferde die steinigen Pfade hoch- und runterlaufen und immer einen Weg finden zwischen den Felsbrocken. Es hat großen Spass gemacht.

Dann haben wir noch einen Ausflug auf die “Isla de Sol” mit dem Boot von Copacabana aus gemacht. Die Insel ist wunderschön und es gibt einige Inka Sehenswürdigkeiten zu sehen. Nach der Ankunft an der Anlegestelle an der Insel ging es eine gigantisch Hohe Steintreppe hinauf – bei ca. 3800m eine Treppe mit hohen Stufen zu erklimmen hat seine Herausforderungen… Insgesamt ein echt schöner Ausflug.

Weiter ging es  – Ziel Peru! Wieder einmal ein Grenzübertritt – Migration, Aduana – erstmal unsere Einwanderung und dann die der Fahrzeuge – aber wir haben bereits Routine und lassen uns durch desorientierte Grenzpolizisten nicht mehr aus der Ruhe bringen. Und sie sind wirklich hilfsbereit – nur manchmal …. nicht auf der Höhe des Wissens.

Es ist unglaublich, was sich nach einer Schnur – der Grenze – alles ändert!

Neben den Fahrzeugen – in Peru ganz viele “Tuktuks”, Landschaft, Anbau, Essen und wieder einmal Tankstellen, auch welche die nur aus Kanistern bestehen. Vorsicht! Mindestens 6 verschiedene Sorten von denen 4 von unseren Fahrzeugen nicht konsumiert werden  – bspw. 84 Oktan!!! Mittags unser Essen – mal wieder spannend: Chuchuckeria: Durchgebratenes Fleisch in kleinen Stücken auf zwei sehr verschiedenen Kartoffelsorten (schwarz und grau) die wir nicht kennen, weissen Bohnen und Salat, mit roter Salsa. Lecka!!
Die Landschaft erinnert zum Teil an schottische Wiesen! Grün! Schafe,Rinder, Schweine und auch Lama´s – steinige Wiesen – Herrlich! Unser Camp auch – direkt an der Ausgrabungsstätte Sillustani an einem wunderschön gelegenen See. Am Abend kommt – nach den letzten heißen Tagen – tatsächlich mal ein Gewitter kurz vorbei.

Letzte Nacht hatten wir eine ruhige Übernachtung an der Ausgrabungstätte Sillustani. Am Abend vorher kündigte sich schon ein kleines Gewitter, das sehr bedrohlich aussah über den Bergen an. Am Morgen wieder alles gut! Sonne begrüßte uns mal wieder ab sieben Uhr. Hier in Peru sind wir nun 6 Stunden zurück und abends um sieben wird es schattig. In Kombination mit nachmittäglichen und abendichen Wind – recht frisch – um die 7-5 Grad. Pulli und Windschutz tun gut. Die „Ausgrabungsstätte“ zeigt hauptsächlich die ausserhalb von Puno angelegeten Grabstätten – Türme – einige sind durch Blitze beschädigt.

Nach dem Rundgang haben wir und auf dem Weg nach Arequipa gemacht zur Freude von Towanda und mir haben wir eine ortsübliche Abkürzung über Schotter genommen – zumindest zu Anfang. Richtung Arequipa ging es dann echt spektakulär von 4500m auf ca. 2400m runter über Passtrassen und unglaublich fahrenden peruanischen LKW und Mini-Bussen. Pass macht und K+T auch Spass, nur müssen uns nicht unbedingt LKW´s auf unserer Spur entgegenkommen. Beim Fahren hier wird sich hauptsächlich des Gaspedals, Hupe, Lichthupe und Warnblinker bedient. Überholverbote, Geschwindigkeitsbegrenzungen sind Nebensache, und das bei den steilen Abhängen….

6 Kommentare zu „Von La Paz zum Titikaka See

  1. Einen Paso geritten!!! Bestimmt auch ein tolles Erlebnis! Wenn ich mir diese beeindruckende Fähre bei uns auf dem Main vorstelle… lustig. Gute Fahrt, weiterhin und viele aufregende Erlebnisse! Als Andenken vielleichtein Tuctuc mitbringen? Das ist die coolste Art zu entschleunigen, wahrscheinlich

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