Erfrischung! die Sierra Mahoma und der Rio de la Plata

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Kaum gedacht und geschrieben kündigte sich ein Wolkenzirkus am Himmel von Andresito an. Gegen Abend kam dann der Wind und brachte mächtig Wasser von oben mit sich. Innerhalb einer halben Stunde ging die Temperatur von 37Grad auf 26Grad runter…. Wir hatten alle Fenster, bis auf das Dachfenster über dem Bett, auf.  Erstmal bestaunen wir den See, wie wild er nun aussieht von drinnen, aber schon kurze Zeit später konnten wir die frische, kühle Luft wieder draußen genießen. Die nächsten Tage soll es ein wenig gewitterig bleiben, die Sonne sich etwas verstecken und die Temperaturen nur bis Anfang 30 Grad steigen. Demnach eine Verschnaufpause von der Hitze, wir wollen uns ja noch einiges anschauen.

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Morgens verabschieden wir uns von unseren Nachbarn und mogln nach Trinidad weiter. Wir schlendern durch die kleine Stadt mit ca. 25T Einwohner, schauen uns ein paar Läden an und ziehen dann weiter zum Balneario Don Ricardo. Das war um einiges größer als erwartet und zu unserer Überraschung auch sehr gut besucht. Die Schattenplätze waren vergeben. Aber Mogl ist ja groß genug und spendet für solche Fälle auch Schatten. Wir ziehen mit Stühlen und Tisch der Sonnenbewegung um Mogl herum. Dabei lernen wir auch die Nachbarn mit ihrem VW Bus Campingcaravan von 1993 kennen. Sie haben sich sehr gut eingerichtet. Am Abend kam dann der Regen den wir in Andresito lassen hatten, auch an. Ich habe mir die nächsten Ziele und Strecken angeschaut, es ist nichts relevantes mehr mit Piste oder Schotter dabei. Daher bleibt die Wühlmaus schweren Herzens huckepack bei Mogl.

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Über den Halt in dem sehr schönen Parque Municipal von Ismael Cortinas erreichen wir die Sierra Mahoma. Einem Geopark, mit vielen unterschiedlichen Gesteinsformen. Das lädt zu einer kleinen Wanderung ein.

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Die Nacht über hat es ziemlich geschüttet.Morgens sind wir wieder bei ruhigem Wetter aufgestanden. Nur die Sonne und der blaue Himmel waren noch nicht wieder da. Das war aber schon so angekündigt. Wir peilen Mal Abrigo an, in der Nähe liegt die Sierra Mahoma. Mal Abrigo wurde in 2020 als schönster touristischer Ort ausgezeichnet. Zu den Siedlungszeiten von Uruguay wurde hier auch ein Bahnhof erreichtet, das war zu diesen Zeiten sehr wichtig. Von dem allen ist nicht mehr so viel zu sehen, das mag auch ein wenig an der noch fehlenden Sonne liegen. Zum Teil sieht man schon einige liebevoll wiederhergestellte Objekte, sonst ganz schön verträumt.

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Wir kommen kurz darauf an dem Eingang der zu der Posada der Sierra de Mahoma an. Zu unserer Überraschung ist betreten / befahren ohne Vorankündigung nicht erlaubt. Aber wie immer geht es ganz gut über einen Whatsapp Chat, wir bekommen die Erlaubnis und werden schon erwartet. Erstmal sieht es auch hier ein wenig verlassen aus. Wir haben alle Plätze für uns zur Verfügung. Nachmittags hat sich die Sonne schon wieder durchgekämpft, alles wir heller und bunter, wir machen uns auf die Sierra zu erkunden. Es ist das größte Gebiet seiner Art in Südamerika mit 23qkm Fläche. Ich finde es wieder sehr schön, gibt eine große Vielfalt an Vögeln und anderen Tien. Die Gesteinsformen sind eindrucken und regen die Fantasie an, da ist ein Moped, ein Capivara, einen Drachen, Höhlen, etc.. Ich organisiere mir für den nächsten morgen früh einen Ausritt mit Juan durch die tolle Landschaft. Herrlich!

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Danach zieht es uns wieder in eine belebtere Umgebung – zum Rio de la Plata nach Kiyu-Ordeig. wir finden einen chilligen Campplatz und schauen uns auch gleich mal den Fluss an, der hier wie ein Meer wirkt. Durch die Zusammensetzung aus den verschiedenen Flüssen, die in ihm zusammenkommen, ist er leicht salzhaltig. Wir checken noch die Bedingungen mit der Reederei, es stellt sich heraus, dass wir erst am Sonntagabend wieder in Montevideo sein müssen. Prima, dann haben wir uns einen Tag Hin- und Herfahrerei gespart. Dafür können wir uns überlegen wie wir die letzten Tage noch verbringen möchten. Mittlerweile sind es wieder wieder richtig Sommer, aber es kühlt Abends schön ab, der Fluss bringt noch weitere Erfrischung.  Beim Schlendern durch den kleinen Ort fällt uns wieder einmal wieviel Einfallreichtum, Kreativität hier zu finden ist. Viele von den kleinen Häusern sind beim 2ten Hinschauen als ehemalige Seecontainer zu erkennen. Die einen 2-stöckig mit Klimaanlage und andere ganz einfach nur mit erweiterten Dach und Terrasse.

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Nach 2 Tagen Strand, Strandwanderung und so; haben wir das Bedürfnis wieder weiter zu ziehen, konsultieren alles… GoogleMaps, IOverlander, Karte,  etc.. Die Richtung sollte ja nun Montevideo und das Umfeld sein. Wir haben eine neue Ecke ausfindig gemacht und denken das klingt gut. Unsere Nachbarn mit dem niedlichen VW Käfer aus den 70ern empfehlen uns den Ort auch und dazu noch den Parador Gourmet – soll super Essen kochen  – sie gehen da gerne hin. Sie sind für Empfehlungen vertrauenswürdig also steht vor Montevideo der nächste Standort fest.  Es ist ja nicht so weit – das letzte Mal werden Vorräte aufgefüllt. Wir kommen an in einem Wald aus Eukalyptus- Duft, der Platz ist weitläufig, ruhig und den Rio sehen wir. Prima. Nach den Spaziergang erweist sich auch das Restaurant als gute Empfehlung da gehen wir morgen hin.

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Eigentlich wollen wir die Zeit festhalten, der letzte Asado, das letzte…. – geht wohl nicht – wir müssen anfangen zu packen zu räumen um Mogl und uns für die Reise fertig machen denken.  Das machen wir dann alles ab Sonntagabend. Die Reederei muss beauftragt werden, Mogl durch den Zoll in den Hafen gebracht werden, etc. Vielleicht gekommen wir noch etwas von dem Karneval in Montevideo mit. Das kommt noch. Hoffentlich heißen uns die Katzen zu Hause noch Willkommen nach der tollen Pflege!! … und überhaupt….ohje. Ist ja noch Zeit….

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