Die Wettervorschau für die Region Buenos Aires ins besondere die Pampa prognostiziert in den nächsten 2 Wochen bis zu 47Grad. Wir haben uns zwar an Mitte 30Grad gewöhnt, aber das ist nun wirklich echt viel! In Richtung Uruguay erreichen die Höchsttemperaturen Mitte 30Grad – das geht also. Bis dahin möchten wir uns noch ein paar Orte anschauen. Damit das machbar ist, gewöhnen wir uns an noch ein paar argentinische Lebensgewohnheiten. Morgens früher loslegen, Mittags bis ca. 18Uhr sich im Schatten aufhalten, danach sich die Orte anschauen und sich möglichst in der Nähe von Flüssen, Seen oder Freibädern bewegen. Das klappt echt gut.
Die nächste schöne Überraschung ist der Ort Carlos Casares. Die Suche nach einem Platz für uns in Richtung Sa Antonio de Areco mit viel Schatten und Balneario bringt uns dahin. Den Weg zu dem Park mit den Asados und dem Balneario zu finden war gar nicht so einfach. Aber kaum, da wurden wir von einem Netten Herren begrüßt. Hinstellen, klar geht – sucht euch aus aus, ist ja viel Platz. Nee, kostet nichts und da vorne ist das Schwimmbad, gib mir mal deinen Namen, dann sage ich Bescheid, dass ihr da seid. Riesige Bäume spenden Schatten und das Schwimmbad ist herrlich. Für 1000Peso (1EUR). Ich werde wieder angesprochen, woher wir denn komme. Die Gesichter kennen wir nicht. Dann erfahre ich auch warum der Zugang so schwierig ist –im letzten Jahr waren wohl Leute da, die die Infrastruktur, Grills, Toiletten, Duschen und auch die anderen Einrichtungen zerstört haben. So ist es nur durch den Ort zurreichen. Mogl ist wieder eine Attraktion. Am Abend erkunden wir noch den Ort, wirklich nett mit viel Leben.
Trotzdem ziehen wir am nächsten Morgen weiter in Richtung Carmen de Areco. Hier nun genau das Gegenteil. Mittags erreichen wir den Camping Municipal. Die Dame am Eingang nennt uns die erstaunliche Summe von 48.000Peso. Die Badezimmer sind sogar noch unter dem argentinischen Durchschnitt und der ist gewöhnungsbedürftig…. Das Schwimmbad ist mit einer riesigen Pfadfindergruppe zu teilen. Wir fahren wieder und zwar die 40km weiter nach San Antonio de Areco. Die Strecke geht nun auch für Mogl über die Piste, staubig und heiss. Wir kommen aber aber dann an und finden einen Platz. Erstmal Schatten! Wir wollen noch bleiben. Am Abend und am nächsten Tag wird die Stadt erkundet. Sie gilt als die Stadt, die, die Gaucho-Kultur pflegt, gemeinsam mit ein paar Estancias in der Umgebung. Es gibt einige schöne Häuser aus der Gründerzeit, Park hat große alte Bäume und es gibt einige “Pulperias” – ehemalige Geschmischtwarenläden mit Wirtschaft in denen die Landbevölkerung sich getroffen hat und Informationen ausgetauscht hat, ein öffentliches Balneario und den größten Ombù Baum, den ich bisher gesehen habe– der Fluss mit Staudamm und ein Gaucho Museum. In regelmäßigen Abständen werden die Traditionen (Gaucho Reitstile, Aufgaben, etc.) aufgeführt. Nett, chillig ist es. Es soll touristisch sein – aber nicht wirklich in dem Maße in dem wir es kennen!! Die Touristen sind auch meist aus Argentinien…
Nun geht es entlang des Rio Uruguay und Rio Paranà, die je nach Jahreszeit stark die Ausdehnung verändern. Es ist extrem zu beobachten wie groß der Unterschied zwischen der zum Teil sehr trockenen und staubigen Landschaft und nun der Gegend ist – was Wasser ausmacht! Wir sind nun wieder Entre Rio´s die Häuser im Campo werden zum Teil auf Stelzen gebaut – als Schutz vor Überschwemmung. Zu unserem eigentlichen Zielplatz auf der Halbinsel des Rio Gualeguaychù ist uns leider nicht so einfach möglich. Der Zugang geht über eine ehemalige Zugbrücke und eine freundliche Polizistin wollte uns einfach nicht darüber lassen. Wir seien zu hoch… ohhhh. Wir haben einen sehr schönen Platz mit viel Leben am Fluss mit Einheimischen gefunden. Daniel kam vorbei mit seinem VW Bus T2 wir haben uns sehr nett unterhalten, unser Nachbar hat uns noch zum Asado eingeladen. Schöner Abschluss in Argentinien.
25 Grad im Schatten um 8Uhr! Hitzefrei!! Hihi, das haben wir ja schon. Wir sind über die erstaunliche Brücke über den Rio Uruguay bei Fray Bentos in Richtung Uruguay gefahren und wieder alle Zoll- und Einwanderungsformalitäten mit Geduld hinter uns gebracht. Dann rollen wir weiter in Richtung Las Canas einem Feriendomizil am Rio Uruguay. Wir finden einen schattigen Platz, ruhig, direkt am Fluss. Hier bleiben wir. Tarp und Hängematte raus und dann geht´s zum Fluss.
Wir wollen uns nun die Stadt Mercedes anschauen mit ihrer Rambla, Innenstadt dem Platz der Independencia mit Gaucho Statue und unsere Vorräte wieder füllen, da das nächste Ziel etwas weiter ab von größerer Infrastruktur ist. Nämlich El Palmar, ein Urlaubsort direkt am Stausee, zu lesen ist: mit wundervollen schattigen Campingplatz. Mercedes ist ein wilde Mischung zwischen “Neubauten” und den Gebäuden aus der Günderzeit. Uns fällt dies insbesondere bi dem Trompeter auf dem Dach der Kirche auf, der maximal 50cm weit weg ist von dem Hochhaus daneben. Als gäbe es keinen Platz. Es war wieder so heiss, dass die Mopedsitzbänke mit Pappkartons abgedeckt werden müssen. Es ist nicht die beste Temperatur für die Stadtbesichtigung. Wir satteln Mogl auf und fahren weiter nach El Palmar. Das was uns da erwartete war kurz: schrecklich. Der See stank schon von weitem, der Campingplatz und der Ort wirkten wie ein verlassener, vergessener Ort mit auch genau diesen Personen. Also für uns keine Option zu bleiben. Wieder weiter – nur wohin? Also doch in Richtung dem Naturschutzgebiet Grutas del Palacio. Da wollten wir ohnehin die nächsten Tage hin. Dort in der Nähe fanden wir wieder einen wunderschönen, super ruhigen Platz direkt am See mit einigen netten und unterhaltsamen Leuten. Manchmal ist eben ein Umweg doch von Vorteil.
In Andresito bleiben wir, von dort sind es dann am Morgen, wenn es noch nicht ganz so heiss ist, nur ein paar Kilometer zu den beeindruckenden Grutas. Diese sind ca. 130Millionen Jahre alt – Ausspülungen von eisenhaltigen Säulen, die zum Teil große Räume unter der Erde bilden. Den Rest des Tages müssen wir wohl untern den Bäumen am See genießen.
Es gibt in der Nähe von Tinidad wohl noch ein geologischen Ort am Fluss Den werden wir uns dann als nächstes Anschauen. Doch! Was ist das denn? Die nächsten Tage wollte ich eigentlich mit der Wühlmaus fahren – aber der Hinterradreifen ist platt! Ohjemineh – nach dem Aufpumpen hielt er keine fünf Minuten die Luft. Fahren so, ist erstmal nicht. Wir werden die nächsten Tage mal inspizieren was da los ist.