Anden in Sicht! Wir sind auf der Ruta40 – der legendären PanameriCana

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Fast einen halben Tag sind durch die Pampa, Steppe gefahren. Ab und zu kam ein Salzsee – sonst war es eher landschaftlich sehr gleichmäßig. San Rafael hat es uns erst mal nicht so richtig leicht gemacht. Samstagnachmittag ist ja dann viel zu und wir sin einige Kilometer und eine gute Stunde rumgefahren um einen Stellplatz oder Campingplatz zu finden. Den ersten gab es nicht mehr, der zweite war wie der Mittelpunkt eines Kreisverkehrs, der dritte war super schön aber nur für Gewerkschaftsmitglieder – also nicht für uns. Dann aber wurden wir doch noch für die Geduld belohnt. Diesmal lag der Platz schön an dem Rio Átuel, null und nichtig zum schwimmen – von der Fließgeschwindigkeit eher für Rafting geeignet.

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Sonntagmorgen hatten eigentlich vorgesehen für Bodega-Besichtigung, Weinprobe. Morgens haben wir festgestellt: Alles zu! Sonntag und Feiertag. Wir haben aber noch etwas richtig schönes gefunden. Lecker gegessen und probiert….Danach ging es den Pass hinauf zu der Staumauer des Àtuel. Der See liegt beeindruckend mitten in den schroffen Bergen.

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Für die Weiterfahrt nach El Sosneado gibt es zwei Möglichkeiten um nach El Nihuil zu kommen. Einmal den Pass hinauf, ab dann 70km Piste oder die Strecke über die ausgebauteren Rutas. Ist klar, ich nehme die Piste. Wir treffen uns dann ca. 2Std später am vereinbarten Punkt in El Nihuil wieder. Meine Strecke war großartig! Ich war dreifach durchgeschwitzt. Es wurde bis 32Grad warm, die Strecke mit ihren teilweise engen Serpentinen am Hang entlang auf und ab und die Piste hatten Anspruch. Für die Tunnel hätte Mogl auch einiges abnehmen müssen, daher für ihn die richtige Wahl die andere Route zu nehmen. Die Landschaft war phantastisch, um jede Kurve neue Ausblicke auf Tal, Berge, Fluß und Schluchten. Ich hätte mich nicht gewundert, wenn Winetou plötzlich um die Ecke gekommen wäre. Ein tolles Erlebnis. Nihuil, dagegen war nicht so wie erwartet. Wir haben eine Pause gemacht sind nach El Sosneado über die Rutas noch weiter gefahren. Viel Pampa war zu sehen,und dann das erste Mal der Blick auf die Anden. Die 5tausender mit ihren Schneespuren. Wirklich beeindruckend. Jetzt geht es weiter auf der Ruta40 der legendären Panamericana mit Ihren 3500km durch Argentinien .

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In El Sosneado ein eher spartanischer Halt mit Basicübernachtung und Wartungsarbeiten. Mogls Kühlwassertemperatur wird zu warm und wir nehmen die ersten Korrektur Arbeiten vor.

Unser nächster Stop der kleine Ort Marlagüe überrascht mich positiv, man kann wirklich ein paar Stündchen verweilen und wir rollen weiter in Richtung “Llano Blanco Geoparque”. Ein sehr schöner Ort, es gibt ein wenig Infrastruktur und Informationen, ein tolles Gelände und wir sind wieder vollkommen allein.  Mitten in dieser beeindruckenden Gegend der großen Berge, Steppe und Weite. Wir machen uns noch auf den Weg die kleine Tour durch den Park anzusehen. Es gibt versteinerte Bäume, verschiedene Felsformen und die Fauna wird erklärt. Am Nachmittag bekommen wir Besuch von Ziegen und Schafen, die sich den kleinen Fluss mit uns teilen Der Wind weht deutlich, wir haben ca. 34Grad und am Abend wieder sanfte Sonne, der Wind schleicht sich. Ein Gaucho auf der Suche nach Schafen und Ziegen auf Pferd kommt vorbeigeritten – es ist nur schön.

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Die nächste Etappe verspricht einen Test für die Wohnungseinrichtung. Von den 230km bis zu unserem nächsten Ziel: Buta Ranquil, werden es wohl 80km von der zum Teil übelsten Schotterpiste. So war es dann auch, alles toll eingestaubt, aber heil, wir ohne Ende durchgeschüttelt wieder in einer Idylle im Nichts angekommen. Wir haben wieder unglaublich viele Landschaftseindrücke gewonnen. Der Vulkan, der Rio, der sich eine Schlucht durch das Gestein gefressen hat, Wüste und die hat viele Farben.Am Straßenrand sind immer wieder kleine, meist rote Andachststätten aufgebaut, oft haben diese viele Wasserflaschen als Gebabe von Fahrern und Familien  für die geehrte “Difunta Correa”. Diese unterstützt und beschützt die Fernfahrer, insbesondere hier im trockenen Süden der Ruta 40. Zum Abend bekommen wir wieder Besuch, der hat diesmal aber lange Federn.

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Wir nutzen den noch einigermaßen frischen Morgen und machen uns auf zu einer kleinen Wanderung zu dem Krater des Vulkanes: “Cráteres de Michi Có”.

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Morgen geht es dann wieder weiter mit ein paar Zwischenstopps in Richtung San Martin de los Andes.

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