Wir sind nun ein paar Tage in Montevideo. Es ist eine sehr lebendige und vielfältige Stadt, von Beeindruckend, Wohlstand, Armut und Gammel ist alles dabei. Da es auch Sommerzeit ist, gibt es viele Personen die ziemlich zerrupft auf der Straße leben. Viele der alten in der Gründerzeit erbauten Häuser haben bessere Zeiten gesehen, andere sind gut gepflegt. Die Stadt hat ca. 1,4 Mio. Einwohner, die gezählt wurden es sind wohl wesentlich mehr, die sich in der Stadt befinden.
Ende Oktober fanden in Uruguay Wahlen statt, die aber noch zu keinem abschließendem Ergebnis geführt haben. Die neuen Stichwahlen finden Ende November statt. Sodass es viele politische Initiativen und Meinungsäußerungen aller möglichen Art gibt. Viele Statements findet man auch in den Graffitis, die es überall in der Stadt verstreut zu sehen gibt.![]()
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Wir haben dann auch noch ein bischen Glück gehabt eine Gruppe eines Barrios bei dem öffentlichen Üben, Vorführen des Candombe, Tanz, Trommeln und Fahnenschwenken im Park sehen zu können. Schönes Erlebnis!
Am Montag morgen haben wir alles Notwendige für die Einfuhr der Fahrzeuge erledigt (Migrations-, Reederei-Papiere erstellen lassen und abholen) und dann die Beauftragung des Zollagenten. Alles hat super geklappt und lief erstaunlich schnell ab. In der Nacht ist noch die Grande Nigeria im Hafen eingetroffen. Nun muss der Zollagent sein´s tun und dann ist es hoffentlich bald soweit. Die Zollabwicklung und Freigabe kann nochmal um die 24 Stunden dauern.
Die Stadt ist nachts fast genauso aktiv wie tagsüber – so fahren die Müllfahrzeuge, Straßenreinigung durch und erledigen ihre Arbeit- bei uns vor dem Hotel so gegen halb vier morgens – sehr ungewohnt…… , wie zum Teil auch die Betonmischer zu den Teils nachtaktiven Baustellen. In den Seitenstraßen ist ein toller alter Baumbestand, der viel Schatten und ein gutes Klima bringt. Montevideo hat ebenfalls 2 Strände, die wirklich gut gepflegt und genutzt sind.
Es hat ja da noch das Gaucho-Museum neu eröffnet, das wollten wir uns auch nicht entgehen lassen. Eine sehr schöne, informative Ausstellung mit einem ganz besonderem Highlight – einem 3D Film in dem man persönlich mitten in einem Tag eines Gauchos “anwesend” ist.
Dann war es endlich soweit! Fahrzeug abholbereit im Hafen, noch einige Formalitäten, die dann doch noch Zeit benötigt haben und wir haben endlich Mogl und die Wühlmaus. Danach haben wir einen schönen Platz – immer noch in Montevideo – gefunden, noch das wichtigste für den Abend eingekauft, ausgepackt die Abendsonne gemütlich vor dem Park genossen. Wenn wir da so stehen gibt es natürlich auch gleich Interessierte und einige nette Gespräche..Es war auf jeden Fall ein netter Abend, der dann glücklich im eigenen Bett endete. Alle Fahrzeuge der Fähre waren unbeschädigt und es ist nichts abhanden gekommen. Welche Erleichterung – es ist schon immer etwas Spannung dabei, ob alles gutgeht.
Morgens nach dem Kaffee in der Sonne gings es dann los. Wir rollen!! Yippeh. Es gibt für uns noch ein paar Dinge in der Stadt und Umgebung zu machen. Wir müssen unsere Gasflasche – für Heizung – werden wir wohl weniger benötigen – aber zum Kochen und für Warmwasser befüllen,tanken – Diesel und Sprit – und Wasser auftanken. Damit sind wir Einsatzbereit und unabhängig.
Der nächste Stop ist nun am Ende des Rio de la Plata und schon mal richtiges Camper-Leben. Wir haben auch noch netten Besuch bekommen – wie kann es besser sein!
Die nächstenTage werden wir dann die Atlantikküste wahrscheinlich über Capo Polonio bis Santa Theresa hochfahren. Ich bin gespannt was es da so alles zu sehen gibt.