Entre Rio´s und Uruguay–Zusammenpacken….

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Wir fahren durch Entre Rio´s  – Argentinien. Von Rosario aus geht eine Brücke von 20km über den Rio Paraná nach Victoria der Fluß hat eine Breite von 70km, mehr oder weniger – auf der anderen Seite von Entre Rio´s wird die Region durch die Grenze zu Uruguay und dem Rio Uruguay begrenzt auch dieser ist ein Fluss der in ein großes Auengebiet übergeht. Man glaubt es kaum: Entre Rio´s hat viel Wasser! Durch Landwirtschaft, Vieh und Obstanbau ernährt das Gebiet Buenos Aires und Cordoba. Die Landschaft ist grün, viele kleine Flüsse durchbrechen große Flächen. Kühe, die auf diesen großen Flächen laufen, werden nicht tatsächlich nicht gemolken! Klar! Was wäre das für in Aufwand diese zusammen zu treiben!

Wir rollen, rollen, rollen – Towanda huckepack… Wir möchten nach Uruguay. Die Grenzabwicklung ging dann auch super schnell, dank freundlicher Hilfe. Dann war es soweit – wieder unsere Vorräte an Frischen auffüllen für die nächsten Tage – für diesen Grenzübertritt haben wir wieder alles runtergefahren. Aber… uns fehlt es noch an der Landeskohle. Also einen Halt in Paysandú einlegen, Geld holen, Vorräte aufrüsten. Wir sind es eigentlich gewöhnt, dass trotz Sonntag schon ein wenig los ist , nicht alle , aber viele – morgens gegen 8:30 Uhr aufmachen, Mittags von 13-18 Uhr Pause machen und dann wieder bis ca. 21 Uhr offen haben– anders hier in Uruguay. Bürgersteige hochgeklappt, nüscht, nada nix!! Geld haben wir bekommen und dann doch! Ein klitzekleiner Minimarkt hat offen! Schnell das Nötigste eingeladen. Hier auch – die Läden lassen sich nur von innen öffnen, außen klopfen oder klingeln! Das scheint ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis zu sein. Dann einen Stellplatz finden. Uruguay ist nur an der südlichen Küste auf Touristen eingestellt. Praktisch kein Campingplatz zu finden. Dann doch! Wir sind noch ein Stück gefahren, und haben einen typischen Platz am Fluß unter großen Bäumen gefunden. Viele “Locals”, viel Music und Grills an! Kostet nix. Ein wenig später sind wir umringt von einer Gruppe kleiner Kinder, die uns Löcher in den Bauch fragen auf das Moped klettern, dann kommen auch die Eltern und laden uns zu einer Picada ein. Am morgen winkt der Nachbar: komm rüber – ich habe schon Wasser für den Mate war auf dem Feuer. Schön!!

Ein Besuch in der kleinen Stadt Trinidad mit super freundlicher Tourist Info, die Fahrt an National Parks die nirgendwo verzeichnet sind vorbei, ein Essen in einer Parrilla, phantastisch und die schöne Landschaft sagen mir – hier gibt es noch viel zu entdecken! Beim nächsten Mal, mit mehr Zeit…. Es gibt viele mit Namen und Nummer versehene Schulen für die unterschiedlichen Stufen an der Route, meist bis zu 120km zum nächsten Ort, ausgerüstet mit Bushaltestelle, damit auch auf dem Land der Zugang besteht. Das haben wir in Argentinien auch gesehen. Auch die Post wird über diese Fläche nicht an die Haustür gebracht, sondern an die nächste Poststelle, Postbox und es einfach zu machen wird dann im Office angerufen, ob was angekommen ist, erzählte uns Ana in Patagonien. Nur haben sie erst seit 3 Jahren eine bessere Mobilfunkverbindung. vorher mussten meist auf den Berg zum telefonieren. Müll dagegen wird täglich abgeholt. Lustig war einmal in Peru, da fuhr der Müllwagen mit lauter Music die die Vecinos (Nachbarn) aufforderte den Müll abzugeben und nicht in der Gegend rumzuwerfen. Was mir noch in Uruguay so beim Durchfahren auffällt ist, es ist nicht so – wie anderswo häufiger gesehen “vermüllt”, grüner mit immer mal einem See oder Wasser, der höchste Berg ist etwas über 500 Meter hoch, die Hauptverkehrsstraßen sind im allgemeinen in einem recht guten Zustand. Gefällt  mir wieder gut, auch auf dem zweiten Blick.


Tilly und Towanda bekommen für den Transport noch eine Handwäsche für kleines Geld von einer Großfamilie  “jeder macht” mit und dann geht es auf den nächsten Campingplatz – Paraiso Suizo, leider kein Paradies, Platz mit ohne Schatten und sonst nix, wieder hochgelobt. Wir schauen uns an: wollen wir das wirklich? Naja, ist schon “optimal” um nach Montevideo zu kommen und die Fährgesellschaft deutet uns an, wir müssen noch einen Tag früher vorbeikommen, also auch früher beladen. Bei einem Spaziergang am Strand des Atlantiks entscheiden wir uns  – wir bleiben, keine Hektik machen und weiterfahren – es ist Urlaubsgebiet und wahrscheinlich sind die Alternativen schlimmer. Immerhin, das erste Mal im Meer baden, der Atlantik ist nicht so eiskalt wie der Pazifik. Eine ausgedehnte Strandwanderung am zum größten Teil leeren Strand entlang.

Nun wird es Zeit Tilly aufzuräumen, bei Towanda Sprit abzulassen und umzubauen. Langsam für die Reise wieder fit zu machen. Sie müssen wieder eingeschifft werden und wir müssen sehen, was wir alles im Auto lassen oder im Flieger mitnehmen wollen. Und dann geht es nach Montevideo zur Agentu1r, die die Beladung der Schiffe vornehmen. Leider müssen wir uns echt noch Ärgern, die Dame an der Rezeption und die die Orga der Abwicklung vornehmen, kommen auf die neue Idee – wir müssten nun noch für das Motorrad extra zahlen und hätten dies im November auch nicht gemacht. Der Betrag würde sich gerade mal verdoppeln. Die Fährgesellschaft teilte uns dies anders mit. Wir schätzen dies als willkürliche Abzocke ein und fangen an laut und lange zu diskutieren. Klappte nur zum Teil. Nervig. Mal sehen wie es am Hafen weitergeht. Aber ging alles einfach und gut – zum Schluss steht Tilly bei einigen großen Brüdern und Schwestern in der Reihe um eingeschifft zu werden. Tilly ist in Südamerika um die 10tkm auf allen möglichen Straßen und Pisten gefahren –Towanda ca. 8tkm.


Nun haben wir ungehofft einen ganzen Tag mehr in Montevideo – Großstadt. Hier gibt es wieder alles, nicht nur zum Einkaufen, etc., sondern auch die Menschen, die eine Matratze auf den Gehweg legen und dort schlafen, anderere sichern ihre Eingänge mit abschließbaren Haken ab.


Wir werden noch die Eindrücke auf uns wirken lassen, durch die Altstadt bummeln, den Markt besuchen und noch das ein oder andere leckere Essen probieren.  Zu unserer Überraschung bekommen wir direkt vor der Hoteltür noch den Start der Straßen-Carneval Saison in Montevideo mit… Spannend und anders… Danach noch ein Abstecher in eine Tangobar – das muss sein, im Lande des Tangos! Phantastisch!

2 Kommentare zu „Entre Rio´s und Uruguay–Zusammenpacken….

  1. … jeden Tag aufs neue viel schönes erleben und in jedem Satz höre ich“ wir kommen wieder und bleiben länger“…. grandios finde ich das, !!

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